Innsbruck ist eine Stadt der Berge, des Grabmals von Kaiser Maximilian I., der Skisprungschanze von Zaha Hadid und der Weihnachtsmärkte ... aber wussten Sie, dass Innsbruck auch eine Stadt der Orgeln ist? Im Konzertfolder Orgelstadt Innsbruck habe ich 16 gezählt; einige davon sind historische Instrumente, die in verschiedenen Kirchen und Klöstern in der und um die Stadt stehen. Das reichhaltige Konzertprogramm Orgelstadt Innsbruck, das von Februar bis Dezember läuft, ermöglicht es Ihnen, sie zu entdecken und zu hören. Über Orgeln und Alte Musik habe ich mit Peter Waldner, einem der Organisatoren des Festivals gesprochen. Peter Waldner engagiert sich sehr für die Alte Musik, aber wenn ich ihn vorstellen müsste, würde ich sagen, dass Peter Waldner in erster Linie und vor allem Musiker ist.
Die Wohnung von Peter Waldner liegt nur einen Steinwurf von der Landschaftlichen Pfarrkirche Mariahilf in Innsbruck entfernt, wo er als Organist tätig ist. Für das Interview empfängt er mich in einem Raum, einer Art „Schatzkammer“, wo wir nicht allein, sondern in Gesellschaft von Cembalos, Clavichorden und einem Virginal sind.
Laura Manfredi - Internet-Blog der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck
Peter Waldner (47) aus Mals hat kürzlich in seiner Reihe "Tastenfreuden" zwei neue CDs herausgegeben.
"Der Vinschger" führte mit ihm ein Gespräch.
Weitere Infos unter www.peterwaldner.at oder www.lebensmusik.at
Daniela di Pilla-Stocker - Der Vinschger
Neueinspielung: Peter Waldner spielt späte Klavierwerke von Franz Schubert am Hammerklavier ein und nimmt ihm so seine Schwere und den Weltschmerz.
Innsbruck/Mals. Wenn Peter Waldner von der Musik spricht, sprudeln nur so die Worte; man spürt seine Begeisterung und wähnt sich, Teil dieser zauberhaften Welt zu sein. Nun hat er zwei neue CDs eingespielt und vorgelegt: eine ist dem späten Klavierwerk Franz Schuberts gewidmet, die zweite stellt unter dem Motto „Bachs Mentoren“ die Komponisten Georg Böhm, Dieterich Buxtehude und Jan Adam Reincken vor.
Beate Gatterer - Dolomiten
Der aus Mals im Vinschgau stammende Organist, Cembalist, Fortepiano-Spieler und Musikwissenschaftler Peter Waldner, Professor am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck, bemüht sich bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten um die Pflege und Vermittlung Alter Musik an historischen Tasteninstrumenten im Tiroler Raum und weit darüber hinaus. Im Zett-Gespräch erzählt er von sich und seiner Liebe zur Alten Musik.
Kurzbiographie:
Peter Waldner stammt aus Mals im Vinschgau, studierte Orgel, Cembalo und Klavier am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck und spezialisierte sich anschließend in Holland, Frankreich und der Schweiz im Bereich Alter Musik. Derzeit ist er als Dozent am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum sowie als Organist der Landschaftlichen Pfarre Mariahilf in Innsbruck tätig. Seine Konzerttätigkeit führt ihn durch ganz Europa. Er leitet die Konzertreihe „Abendmusic – Lebensmusik“, spielt laufend CDs vor allem im Bereich der Renaissance- und Barockmusik auf historischen Instrumenten ein und ist als Referent international tätig.
Bernhard Pattis - Zett/Die Südtiroler Zeitung am Sonntag
Portrait - Professor Peter Waldner
Professor Peter Waldner, langjähriger Dozent für Cembalo, Orgel und historische Aufführungspraxis in Innsbruck und gebürtiger Malser, zeigt in seiner Heimat auf Einladung des Pfarrgemeinderates Reschen sein Können.
Ich treffe Waldner an der Orgel der Pfarrkirche beim Einspielen während der Vorbereitungen zu seinem Konzert. Er unterbricht sein Spiel, nimmt sich Zeit und lässt sich bereitwillig fotografieren.
Im anschließenden Gespräch erinnert er sich an seine Zugänge zur Orgelmusik.
Peter Waldner ist in Mals im Vinschgau geboren und aufgewachsen. Damals gab es im Ort noch keine Musikschule und nur wenig Möglichkeiten, Musik zu erlernen. Prägend für ihn war das Orgelspiel in der Kirche, dem er schon als kleines Kind, später dann als Ministrant immer wieder aufmerksam zuhörte. Als Sechsjähriger fand er schliesslich über das Akkordeonspiel selbst zur Musik: bei einem bekannten Unterhaltungsmusiker aus seinem Heimatdorf nahm er 5 Jahre lang Unterricht und spielte damals vor allem Tanzmusik, Schlager und Volkslieder.
Mit elf Jahren kam Peter Waldner in die Mittelschule ins Johanneum nach Dorf Tirol, in eine Schule, die über viele Klaviere, eine Orgel und einen eigenen Klavierlehrer verfügte. Dort hatte er zum ersten Mal die Möglichkeit, am Tasteninstrument einen guten Basisunterricht zu bekommen und sehr viel Musik zu hören; das war für ihn der Auslöser, sich bis zur Matura intensiv mit klassischer Musik und mit dem Spiel verschiedener Tasteninstrumente zu beschäftigen. Ihm war dann klar, dass er an der Universität und am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck Musikwissenschaft, Germanistik, Orgel, Cembalo und Klavier studieren würde. Diese Entscheidung wurde vor allem auch vom Elternhaus unterstützt. Die Mutter singt heute noch im Kirchenchor, war als Mädchen und junge Frau Mitglied der Volkstanz- und Theatergruppe von Burgeis und spielte Gitarre. "Wir haben daheim auch oft gemeinsam gesungen." Das waren wertvolle frühe Prägungen, die dazu führten, daß er schon als Kind mit Musik in Berührung kam. Die Begegnung mit den Lehrern am Johanneum, vor allem aber mit seinem Klavier- und Musiklehrer Prof. Cyprian Czuchinsky, der ihn all die Jahre hindurch nachhaltig gefördert und ihm den Weg gewiesen hat, waren für Waldners weiteren Entwicklungsweg sehr wesentlich.
In Amsterdam, Paris und Basel spezialisierte er sich schließlich nach dem erfolgreichen Abschluß seiner Studien in Innsbruck mithilfe mehrerer Stipendien bei renommierten Meistern ihres Fachs wie Gustav Leonhardt, Kees van Houten, Hans van Nieuwkoop, William Christie und Jean-Claude Zehnder auf das Spiel historischer Tasteninstrumente sowie auf Interpretation und Aufführungspraxis Alter Musik.
Waldner lässt Orgelwerke von William Byrd, Thomas Morley, Giles Farnaby, William Tisdall, Ingenuin Molitor, Johann Pachelbel, Friedrich Wilhelm Zachau, Dieterich Buxtehude, Johann Kuhnau und Johann Sebastian Bach erklingen, sehr zum Wohlgefallen der Einheimischen und der Gäste in der Pfarrkirche von Reschen.
Andreas Waldner - Vinschgerwind
Peter Waldner, Jahrgang 66, gebürtig aus Mals im Vinschgau, ist einer der bedeutendsten Organisten, Cembalisten und Spezialisten für Alte Musik im Alpenraum und längst auch international anerkannt. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen mittlerweile sein herausragendes Können und sein musikalisches Schaffen. Dennoch ist er bescheiden geblieben, hängt seinen Ruhm nicht an die große Glocke und meldet sich bei der lokalen Presse immer nur dann, wenn es von ihm etwas "Neues" gibt.
"Der Vinschger" hat mit ihm über seine zwei neuesten CDs gesprochen, die erst kürzlich erschienen sind.
Daniela di Pilla-Stocker - Der Vinschger
Wie funktioniert eine Orgel?
Vier "Doremifa" - Reporterinnen haben in Innsbruck einen Musiker an seinem Instrument, der Orgel, besucht.
Seit 20 Jahren ist Peter Waldner Organist der Landschaftlichen Pfarrkirche Mariahilf in Innsbruck. Er verriet unter anderem, wieso die Orgel Orgel heißt.
Das Festival "Klangspuren Schwaz", eines der größten Festivals zeitgenössischer Musik in Österreich, lädt Kinder regelmäßig zu musikalischen Entdeckungsreisen ein: "Klangspuren barfuß" heißt diese spezielle Veranstaltungsreihe.
Hier einige der Fragen, die Theresa (11), Isabell (11), Hanna (8) und Teresa (8) dem Organisten Peter Waldner gestellt haben:
Renate Burtscher - Homepage ORF Wien