Der silbrige Klang wurde vergoldet

Im vorletzten Konzert der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik spielte Peter Waldner in der Hofkirche mediterrane Orgelmusik.

Die Hofkirche birgt neben der berühmten Ebert-Orgel noch eine weitere Rarität aus der Zeit der Renaissance: ein „organo di legno“ in der Silbernen Kapelle. Nach altitalienischer Art um etwa 1580 erbaut, bestehen fast alle Pfeifen aus Zypressenholz. Der schlanke, silbrige Klang passt ideal zum silbernen Marienaltar.

Waldner stellte für sein Konzert einen Streifzug durch die Orgelmusik der Renaissance und des Frühbarock aus Italien, Spanien und Süddeutschland zusammen. Abwechslungsreich erklangen Übertragungen von Vokalmusik oder musikalische Schlachtengemälde sowie Musik der Gattungen Toccata, Capriccio, Ricercar oder Fuge, vermengt mit vielen mechanischen Geräuschen. Namen bekannter Komponisten wie Frescobaldi, Gabrieli oder Pasquini mischten sich mit 17 weniger geläufigen Namen von Antegnati über Hassler bis Ximenez. Dramaturgisch geschickt verstärkte Waldner den Eindruck der Kompositionen gewagter Harmonien noch dadurch, dass er ihnen musikalisch anspruchslosere Werke voranstellte.

Waldners fließendes Spiel war getragen von feinen, leuchtenden und strahlenden Klängen. Die einzelnen Linien der Renaissancepolyphonie waren trotz weicher Konturen deutlich nachzuvollziehen. Harmonische Verläufe der Barockwerke erklangen durch geschickte Phrasierung sinnfällig. Die Enden forcierte er oft, indem er den Impuls änderte, mit eiligen Generalpausen überraschte, starke Ritardandi zelebrierte und dabei die Lautstärke bis fast ins Pathetische steigerte.

Armin Berger - Tiroler Tageszeitung

 

Gesang der Meerjungfrauen

Nach Renovierungsabschluss der Silbernen Kapelle in der Hofburg ist in einem Festwochenkonzert die italienische Renaissanceorgel wieder zu hören.  

Die Silberne Kapelle in der Innsbrucker Hofkirche beherbergt eine der bedeutendsten italienischen Renaissance-Orgeln: Ein „organo di legno“, eines jener seltenen Instrumente, die nahezu ausschließlich aus Holzpfeifen bestehen.

Die kostbare italienische Renaissanceorgel in der Silbernen Kapelle genießt weltweite Hochachtung.

Der weiche, runde, singende, charakteristische Klang der Orgel ist Samstagabend unter dem Motto „Tastensilber“ im letzten Konzert der heurigen Festwochen nach langer Zeit wieder zu hören. Peter Waldner hat ein ausgesuchtes Programm mit Musik alter Meister wie Frescobaldi, Giovanni Gabrieli, Merula, Pasquini, Ximenez, Hassler u. a. auf das kostbare Werk zugeschnitten.

Die kleine, überwiegend aus Zypressenholz gefertigte Orgel wurde um 1580 von einem anonymen italienischen Meister erbaut und dürfte später von Anna Katharina Gonzaga, der aus Mantua stammenden zweiten Gemahlin Erzherzog Ferdinands II. nach Philippine Welser, nach Innsbruck gebracht worden sein. Das Werk mit dem reich dekorierten Schrankgehäuse ist einst wohl in Konzerten und zu Repräsentationszwecken erklungen; es ist ein weltliches Instrument, worauf nicht zuletzt die beiden dekorativen barbusigen Meerjungfrauen hinweisen.

Peter Waldner, Spezialist für frühe Tasteninstrumente, der rund um sein Konzert morgen Samstag auf der Orgel auch eine CD für die ORF-Edition Alte Musik einspielen wird, schwärmt vom „frischen, charakteristischen Klang“ und den wunderbaren Registerkombinationen, mahnt aber auch: „Die Orgel ist extrem heikel zu spielen. Die Traktur des Instruments ist leichtgängig wie die eines Cembalos, verlangt einen äusserst präzisen Anschlag und eine hohe Beweglichkeit der Finger."

Die Orgel steht bereit und will singen.

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Glanzvoller Beginn der Europäischen Orgelakademie 2010

Schwungvoller Auftakt mit Renaissancemusik

Das Ambiente einmalig, das Instrument ebenso: im Jacobszimmer der Churburg in Schluderns wurde am Donnerstagabend die Europäische Orgelakademie 2010 eröffnet.

An der berühmten Baldachin-Orgel, die Michael Strobl aus Ammergau für den damaligen Schlossherrn Jacob Trapp erbaute und im Jahr 1559 fertigstellte, spielte Peter Waldner unter anderem Werke von Sweelinck, Scheidt, Scheidemann, Byrd, Farnaby und begeisterte die Zuhörer mit seinem Spiel. Die "Alte Musik" im Zusammenspiel mit dem mittelalterlichen Ambiente der Churburg schuf eine zauberhafte Stimmung.

Michael Fink - Dolomiten

 

Zwei Tiroler Komponisten des 17. Jahrhunderts im "Festival geistlicher Musik" 2010


Konzert in der Franziskanerkirche Bozen 

In der Musik des Innsbrucker Hofkapellmeisters Johann Stadlmayr (1575-1648), des Benediktinerpaters Leopold von Plawenn (1630-1682), der während des 30-jährigen Krieges mehrere Monate im Kloster Marienberg verbrachte, und des Bozner Franziskaners Ingenuin Molitor (um 1610-1669) zeigte sich einerseits die Anbindung an den weltläufigen musikalischen "Mainstream", andererseits jedoch auch ein Rückzug in eine vertraute, geordnete, innere Welt, die von altbiblischen oder mythologischen Figuren bevölkert wird, in der alles seine Ordnung hat.

Molitors Canzonen für zwei Violinen & basso continuo, Stadlmayrs und Plawenns Motetten sind liturgische Musik hoher Qualität und zeugen von einer zuweilen fast naiv anmutenden Erzählfreude, wie man sie auch in der Malerei dieser Zeit findet.

Mit dem Instrumentalensemble "la dolcezza" unter der Leitung von Peter Waldner und mit den einfühlsamen Solisten Sabine Neumann, Satoshi Mitsukoshi und vor allem Peter Kooij hat das Festival geistlicher Musik ideale Interpreten engagiert. Mit ihrer sauberen und kompetenten Interpretation gelang es den Künstlern, die Zeit anzuhalten und drei vergessene, für Tirol aber sehr bedeutende Kapitel im "Buch" der Musikgeschichte wieder aufzuschlagen: Stadlmayr, Plawenn und Molitor.

Als der Stundenschlag der Uhr des grossen Saals hörbar die Gegenwart anzeigte, verließ ein zufriedenes Publikum den Kirchenraum, um den Musikern weitere Aufnahmen für eine demnächst erscheinende CD, auf die man sich freuen kann, zu ermöglichen.

Anton von Walther - Dolomiten

 

Barocke Musik neu entdeckt

Unter dem Titel "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" stellte Peter Waldner in Zusammenarbeit mit der Musikabteilung des Landesmuseums Ferdinandeum die beiden Barockkomponisten Leopold von Plawenn und Ingenuin Molitor vor. Als Musiker lud er das Instrumentalensemble "la dolcezza" sowie mit Sabine Neumann, Satoshi Mitsukoshi und Peter Kooij renommierte Gesangssolisten ein.

Stadlmayr war einst eine Berühmtheit in Europa. Seine marianischen Antiphonen wirkten aber eher einfach, vielleicht weil es sich um Gebrauchsmusik am Beginn der konzertierenden Kirchenmusik im Barock handelt. Die geistlichen Motetten des um eine Generation jüngeren Innsbruckers Leopold von Plawenn wirkten im Vergleich deutlich anspruchsvoller. Aufgelockert wurden die Motetten durch Instrumentalcanzonen von Ingenuin Molitor, einem schwäbischen Franziskanerpater in Bozen.

Die Musiker setzen sich, getragen vom schwungvollen Orgelspiel Peter Waldners, mitreissend für die Musik ein. Besondere Triebkraft ging vom ungewöhnlich präsent spielenden Gambisten Arno Jochem aus, von Andreas Arend an der Theorbe gut unterstützt. Die beiden Geigerinnen Judith Steenbrink und Maite Larburu spielten mit der leicht ruppigen, beredten Artikulation üblicher historisch informierter Aufführungspraxis. Mezzosopranistin Sabine Neumann zeigte feine Ausdrucksnuancen in dunklem Timbre. Der Tenor Satoshi Mitsukoshi berührte durch deutliche Artikulation und beste dynamische Abstufungen. Peter Kooij, berühmt für seinen schlanken, wendigen Bass und durchdachte Interpretationen, wurde seinem Ruf gerecht.

Armin Berger - Tiroler Tageszeitung

 

Licht und Schatten

Mit Werken von Pater Ingenuin Molitor (um 1610-1669) und Pater Leopold von Plawenn (um 1630-1682) beendete "AbendMusic-Lebensmusik" in der Wallfahrtskirche Absam eine erfolgreiche Konzertsaison.

Molitors Canzonen für Streicher und Basso continuo sind von reicher Ornamentik und lebhaften Violindialogen geprägt. Plawenn schuf mit seinen Motetten  dramatische, packende religiöse Bekenntnismusik. Das Instrumentalensemble "la dolcezza", fantasievoll von Peter Waldner am Orgelpositiv geleitet, vermochte die Musik vital und lebensfroh umzusetzen.

Thomas Nussbaumer - Kronenzeitung

 

Mit Kindertrampeln und Cembalo durch Europa 

Alte Musik für junge Ohren“, hieß es am Freitag bei der Jeunesse-Veranstaltung Piccolo im Hyposaal in Innsbruck. Vier Theaterflöhe von der Jugendgruppe des Tiroler Landestheaters erzählen den Kindern im Publikum, dass die Alte Musik wie unter einer Eisdecke verborgen liegt. Der Organist und Cembalist Peter Waldner gesellt sich dazu und bringt auch gleich eine Reiseleiterin mit. Gemeinsam wird man den Städten London, Antwerpen, Paris, Leipzig und Salzburg einen Besuch abstatten und die Alte Musik unter die Lupe nehmen. Verena Wolf als spritzige Stadtführerin fordert denn auch gleich alle Kinder auf, die holprige Kutschenfahrt mit Trampeln zu begleiten.

Peter Waldner hat das Kinderprojekt im Rahmen der Konzertreihe „AbendMusic-Lebensmusik“ gemeinsam mit Verena Wolf entwickelt. Die Idee zu dieser munteren Konzert- und Unterrichtsstunde ist hübsch. Alte Musik gibt Waldner an diesem Nachmittag mit Klavierstücken des 16. bis 18. Jahrhunderts weiter, die für Kinder und u.a. von dem Wunderkind Mozart geschrieben worden sind. Natürlich kommen dabei ausschließlich die historischen Tasteninstrumente Cembalo, Virginal und Clavichord zum Einsatz. Unkompliziert wird das Zupfen und Anschlagen der Metallsaiten auch gleich anhand eines Gummibandes erklärt. Zwischen den einzelnen Stationen erfahren die Zuhörer noch einiges, z.B. über Englands Königin Elizabeth I., die ganz ausgezeichnet auf dem Virginal spielen konnte, oder warum das Clavichord so schrecklich leise ist.

Die Kostproben umfassen Stücke von Giles Farnaby, Francois Couperin, der in der Prunkzeit von Versailles am Hof von Ludwig XIV. unterrichtete, aber auch Stücke aus dem Susanne-van-Soldt-Klavierbuch und von Johann Sebastian Bach. Bei letzterem dürfen sich die Erwachsenen an ihre Kindertage und Pezi erinnern. Die Theaterflöhe musizieren mit. Abschließend ziehen Kompositionen und Geschichte des kindlichen Mozart nochmals Klein wie Groß in ihren Bann. 

Sabine Strobl - Tiroler Tageszeitung

 

Von kleinen & alten Meistern

Das diesjährige Kinderprojekt der Reihe "AbendMusic-Lebensmusik" begleitet ins barocke Europa.

Vergangenes Jahr stand das Puppenspiel "Der blaue Kurfürst" auf dem Programm der Reihe "AbendMusic-Lebensmusik". Heuer wird in Zusammenarbeit mit "Jeunesse" ein lang gehegtes Kinderprojekt von Peter Waldner verwirklicht. Der Cembalist und Verena Wolf erarbeiteten unter dem Titel "Alte Musik für junge Ohren" ein Programm für Menschen ab sechs Jahren.

Das Stück, eine musikalische Zeitreise, führt durch das barocke Europa. Die Kutsche hält in den Städten London, Antwerpen, Versailles, Leipzig und Salzburg an. Vier Mitglieder der "Theaterflöhe" vom Tiroler Landestheater begleiten den Musiker und die Reiseleiterin und wollen so manches wissen; über die damalige Zeit, ihre Komponisten und die alten Tasteninstrumente etwa, erklärt Peter Waldner das Konzept. Gesucht und gefunden wird Claviermusik für Kinder oder von Kindern. Da ist Salzburg und Wolfgang Amadeus Mozart nicht weit, der bereits mit fünf Jahren sein erstes Stück komponiert hat. Mit Cembalo, Virginal und Clavichord im Gepäck hält die Truppe auch in London und macht Bekanntschaft mit den "Toys", Kinderstücken von Giles Farnaby. Francois Couperin, der die königlichen Kinder unterrichtete, trifft man in Versailles. In Antwerpen schaut man in das Clavierbuch der zwölfjährigen Susanne van Soldt, der Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns. Ein anderes Clavierbüchlein liegt in Leipzig bereit, dieses hat Johann Sebastian Bach für seinen neunjährigen Sohn Wilhelm Friedemann geschrieben.

Wie Peter Waldner sagt, wird die Kinderschiene von "AbendMusic-Lebensmusik" weiterentwickelt. Nächstes Jahr stehen historische Blasinstrumente im Mittelpunkt. Waldner beschreibt das junge Publikum als "spontan und lebendig" und nicht immer leicht zu gewinnen. Was der Kenner Alter Musik nicht mag, ist Schnellkost: "Das Kinderprogramm muss ein gewisses Niveau haben." Schliesslich sollen Kinder wie Erwachsene eine bleibende Erinnerung mitnehmen.

Sabine Strobl - Tiroler Tageszeitung 

 

Alte Musik für junge Ohren 

Neues Kinderprojekt von Peter Waldner & Verena Wolf

Peter Waldner ist ein Pionier der Alten Musik. Mit seiner Konzertreihe "AbendMusic-Lebensmusik" hat er in den vergangenen Jahren das Konzertleben Innsbrucks geprägt. Mit "Alte Musik für junge Ohren" setzt er zusammen mit der Kindergartenpädagogin Verena Wolf seine Pionierarbeit jetzt fort. Im Bereich der Alten Musik ist für Kinder bis dato gar nichts angeboten worden. Peter Waldner, international renommierter Musiker und Spezialist für Alte Musik, will dem jetzt Abhilfe schaffen.
Das Konzertprojekt "Alte Musik für junge Ohren" stellt ausschliesslich Musik vor, die für Kinder oder von Kindern komponiert wurde.
"Es wird für die Kinder eine spannende Reise in die Vergangenheit und führt sie quer durch das barocke Europa", sagt Waldner. Und dass Alte Musik den "jungen Ohren" Spaß macht, hat man bei den Probenarbeiten beobachten können.

Moni Brüggeler - Kronenzeitung 

 

Lebensmusiker Peter Waldner

"Wie dieser Spieler ins Instrument hineingreift, so schallt es auch heraus: Direktmusik vom Feinsten", schwärmt Michael Gassmann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Spieler ist Peter Waldner. Schon sehr früh zeigte sich das musikalische Talent des gebürtigen Südtirolers wie auch seine Liebe zur Alten Musik. Eltern und Lehrer waren die ersten Wegbereiter seiner Karriere. Eine Karriere, die Peter Waldner als Studenten in die Hochburgen der Alten Musik führte. Heute ist Innsbruck sein Zuhause: da arbeitet er als Organist der Landschaftlichen Pfarre Mariahilf, als Lehrer am Konservatorium und Mozarteum, als Musiker, der Konzerte in ganz Europa gibt und international vielbeachtete CDs aufnimmt. Da programmiert er seine Reihe "AbendMusic-Lebensmusik", die längst zu den hochwertigsten Programmpunkten im Tiroler Kulturleben gehört.

Moni Brüggeler - Kronenzeitung

 

Wachtel, Nachtigall und Henne 

Wenn Orgelpfeifen tirilieren

"Der Vogel, der im Flug die Schwerkraft überwindet und so dem Himmel und dem Transzendenten nahe kommt, ist ein uraltes Symbol für die menschliche Seele und ihre Bewegtheit; in der Theologie steht er für das Gotteslob in der Musik. Die Nachtigall speziell hat Liebessymbolik. Die Beziehungen sind sehr umfangreich", erläutert Peter Waldner. "Ich habe mich auf die Suche nach Vogelstimmen im Bereich der historischen Tastenmusik gemacht. Es ist spannend, wie die Komponisten mit dem Material umgehen, viele polyphon, Daquin dagegen viel spielerischer. Die Musik setzt die Vorstellungskraft frei."
Der Triller des Hänflings, der Ruf des Kuckucks, die Rouladen der Nachtigall, das Volkslied der Wachtel, von der Henne die Repetition und ein wenig die Hysterie dieses Federviehs: Anlass biologischer Betrachtung und durch die Jahrhunderte hindurch Anregung für Komponisten. Peter Waldner hat von Vögeln und Geflügel inspirierte Musik berühmter Meister aus der Barockzeit zusammengetragen und unter dem Motto "Die göttlichen Sänger" an der Orgel der Pfarrkirche Mariahilf eindrucksvoll vorgetragen. Frühmorgens hatten sich 70 Interessenten im Hofgarten eingefunden, um unter kundiger Führung dem Gesang der Vögel zu lauschen. Und auch sie haben gut hingehört, die Herren Frescobaldi, Kerll, Poglietti, Couperin, Rameau, Daquin und etwas später auch Haydn. Vernahmen den Ruf der Natur und spielten sich mit den Themen. Ihre Imitationen der Vogelstimmen waren im Konzert durch originale Einspielungen gut auszumachen, aber auch durch Waldners Formulierungs- und Registrierungskünste. Mit vier Werken Johann Sebastian Bachs erweiterte Waldner den imitatorischen Bereich in einen assoziativen: mit dem Flug, Fest, Gebet und Freudentanz der Vögel. Seine ebenso kunstvollen wie leidenschaftlichen Bach-Bekenntnisse haben mehr als die Phantasie angeregt: Bach lässt alles weit zurück.

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Milde der Kriegsmusik

Mit kriegerischer Musik der Renaissance und des Frühbarock begeisterten das Bläserensemble "Les Sacqueboutiers de Toulouse" und der Organist Peter Waldner ihr Publikum in der Landschaftlichen Pfarrkirche Mariahilf. Das Programm war in der Tat denkwürdig: lauter musikalische Schlachtengemälde von Komponisten wie Flecha, Janequin, Kerll, Ximenez, Scheidt und Banchieri mit Titeln wie "La Guerra", "Battaglia" und "Batalla". Was einst zur Verherrlichung siegreicher Herrscher bestimmt war, klingt heute harmonisch, anregend und rhythmisch akzentuiert - besonders dann, wenn mit den "Sacqueboutiers de Toulouse" und dem AbendMusik-Chef Peter Waldner fünf Musiker am Werk sind, die auf Zink, Schalmei, Pommer, Posaune, Dulcian und Orgel sprudelnde, fein abgestimmte und transparente Klangfarbengeflechte schaffen. Das Martialische, transformiert in federnde Rhythmik, wirkte überrraschend mild, wohltuend, subtil und stimmig im Einklang mit den Glockenschlägen, die vom Kirchturm kamen. Ein schöner Abend!

Thomas Nussbaumer - Kronenzeitung

 

Wo Musik den Krieg besiegt 

Was die heroische Musik um 1600 von Kriegsgetümmel, Befehlen, Signalen, Nationalliedern, aber vor allem von Siegen zu berichten wusste

Mit den stets vozüglichen "Sacqueboutiers de Toulouse" bot Peter Waldner unter dem Motto "Battaglia, allarmi, battaglia" in der Pfarrkirche Mariahilf Schlachtenmusik aus der Übergangszeit der Renaissance zum Barock. Zink, Schalmei, Pommer, Posaune, Dulcian und Orgel klangen von Kerll und Scheidt bis Gabrieli und Banchieri, von Janequins "Bataille" bis zu den spanischen Organisten prachtvoll, im Falle des Herrn Arauxo auch martialisch, und doch siegte die Musik über die Schlacht.

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Vielfarbige Klangwelt 

Start der "AbendMusic" im Innsbrucker Canisianum

Nicht weniger als neun verschiedene Tasteninstrumente aus der Werkstatt des Innsbruckers Herbert Kuen waren die "Stars" des ersten Herbstkonzerts der beliebten Reihe Alter Musik, die in dieser Saison unter dem Motto "Der Mensch und die Natur" steht. Mitglieder von "vita & anima" brachten das Holz zum Klingen. Der Instrumentenbauer selbst war neben dem bewährten Peter Waldner und der virtuosen Martina Schobersberger auch als berufener Interpret an den Vorbildern nachgebauten Tasteninstrumenten aktiv.

Zu hören bekam das interessierte Publikum in der vollen Aula des Canisianums Barock- und Renaissancemusik, die massgeschneidert zu den neun Instrumenten passte.

Viel Applaus für einen aussergewöhnlichen Abend!

Jutta Höpfel - Kronenzeitung

 

Spielen wie zuhören ist ein Genuss

Er kommt immer wieder gerne über den Brenner: der in Innsbruck arbeitende und aus dem Vinschgau stammende Cembalist und Organist Peter Waldner. Diesmal nahm er auch Freunde mit: Geiger, die er durch seine internationale Musiziertätigkeit kennengelernt hatte; eine Continuogruppe, die sich bewusst war, welche Aufgabe sie als musikalisches Fundament zu leisten hat... Peter Waldner zeigt seine Virtuosität und vor allem sein makelloses Spiel bei Händels Orgelkonzert in B-Dur, op. 7 Nr. 1, ein eher selten gespieltes Werk, das auf dem Orgelpositiv wunderbar klang. Das Metrum schlägt in pulsierender, aber nicht starrer Regelmässigkeit. Die Freiheit agogischer Gestaltung ordnet sich diesem ordnenden Prinzip unter. Und dazwischen wird verziert, mit Lust musikalisch fabuliert, mit lebendiger Erzähl-Freude präsentiert. Lächelnde Gesichter bei den Musikern wie beim Publikum. Ja, es macht Freude zu spielen und zuzuhören.

Urban Stillhard - Dolomiten 

 

Bach tut der Seele gut 

"Vita & anima" nennt Peter Waldner die Ensembles, mit denen er die Konzertreihe "AbendMusic-Lebensmusik" zu immer neuen Erfolgen führt. Welche Anziehungskraft Kammermusik von Johann Sebastian Bach besitzt, zeigte der Publikumsansturm Sonntag Abend auf das ausverkaufte Canisianum. Diesmal musizierte Waldner am klangschönen Cembalo gemeinsam mit zwei französischen Barockspezialisten: Marc Hantai, Traversflöte, und Francois Fernandez, Barockvioline. Die Herren präsentierten sich solo, im Duo und Trio, in jedem Fall beeindruckend und allen gewählten Formen, ob Sonaten, Partiten oder der Solo-Toccata, meisterlich gerecht werdend. In der e-moll-Solo-Toccata wusste Waldner das Cembalo farbenreich und zumal in der Fuge stets transparent zu behandeln. Prachtvoll potenzierten sich diese Vorzüge im Zusammenspiel, um in der Triosonate G-Dur zu gipfeln. Zu Ehren der französischen Gäste durfte das heftig applaudierende Publikum als Zugabe noch zwei animiert gespielte Trios von Jean-Philippe Rameau und Bach geniessen.

Jutta Höpfel - Kronenzeitung  

 

All´organo di Santa Maria del Carmine per il Festival Antegnati di Brescia

L´impeccabile Waldner

Un grande strumento, un ottimo organista, un folto pubblico, la cornice sempre emozionante della chiesa di Santa Maria del Carmine, volutamente più avvolta d´ombre che di luci, per una serata meditativa. Diciamo subito che Peter Waldner - studioso di quel periodo musicale - ha esibito una tecnica impeccabile, facendo ben "sentire" le cascate di note che ricamavano sul cantabile giocato con la mano sinistra, a sua volta, poi, chiamata a inseguire con pari "affano". Applausi insistiti, bis obbligati...

Egidio Bonomi - Giornale di Brescia 

 

Bachs Lautenclavier

ORF CD 3020. 2007 

J. S. Bach’s so-called lute works have been firm favourites among not only lutenists but classical guitarists for many decades now. Finally, thanks to harpsichordist and organist Peter Waldner, we are able to hear these works on the Lautenclavier or lute-harpsichord, the instrument for which they were originally conceived. Essentially a shortened version of a harpsichord, the Lautenclavier or Lautenwerk took its string proportions from the bass lute. Although two of these instruments were found in Bach’s house at the time of his death, not a single lute-harpsichord survives. American instrument maker Keith Hill has obligingly constructed one, based on the information contained in Jacob Adlung’s Musica Mechanica Organoedi (1768). Perhaps it was Bach’s penchant for the intimate sonority of instruments like the clavichord that moved him to want to imitate the sound of the lute; perhaps he wrote this music with a view that is should also be performed by lutenists. Whatever the reasons for their composition, the works Bach left for the lute-harpsichord rank among his very best for keyboard. Included in this live recital are the Prelude, Fugue and Allegro, BWV998 and the three suites BWV997, BWV995 and BWV1006a. Waldner plays these works with a real sense of fantasy and, in the dance movements, uninhibited vitality. The fugues especially are clearly articulated, without a hint of dryness. Hill’s instrument, though perhaps more brilliant and resonant than that of a lute, is nevertheless highly engaging and sufficiently different from that of a harpsichord. The CD is accompanied by a DVD featuring interviews and concert footage. 

William Yeoman - Goldberg Early Music Magazine

 

Mozart auf dem Clavichord

Wohlig dehnen sich die Saiten

Spieler eines Tastenininstruments sind vom Gegenstand ihrer Arbeit entfremdet. Bläst etwa ein Posaunist direkt in die Posaune, so muss sich der Tastenlöwe einer „Prothese“ bedienen. Zwischen dem elfenbeinbelegten Klötzchen, das er drückt, und dem Klangerzeuger (sei es Pfeife, sei es Saite) liegt allerhand Mechanik. Besonders ins Gewicht fällt das bei der Orgel, wo die Finger ein Gestänge in Bewegung setzen, das unter der Kirchendecke etwas zum Klingen bringt. Etwas besser ist es beim Klavier: Der Spieler bleibt Herr des Verfahrens, zumindest bis das Hämmerchen die Saite trifft; dann schnellt der Klöppel von allein zurück – regelrecht entkoppelt wird der Interpret. Und wer Cembalo spielt, kennt das wohlige Gefühl, wie sich eine Saite unter dem Druck der Finger dehnt, bis der Kiel sie zupft und erregt. Auch hier aber heißt es Abschied nehmen, wenn der Ton erklungen ist. Einzig das Clavichord darf unter den Tasteninstrumenten beanspruchen, den Musiker und seine Musik aufs engste miteinander zu verbandeln. Der Clavichordspieler bewegt Wippen, an deren Ende metallene Tangenten sitzen. Sie berühren die Saiten, deren Länge sie zugleich bestimmen. Während der Ton noch klingt, kann ein fingerfertiger Musikus die Tasten derart liebkosen, dass das hauchdünne Metall den Klang zu einem sanften Vibrato verführt. Ob man kräftig zulangt oder nicht, der Anschlag verändert Lautstärke und Sound; es säuselt, zirpt, schwebt, rumpelt, krakeelt nach Belieben, stets im Bereich zwischen sehr leise und noch nicht laut. Dies Instrument taugt deshalb für Konzertsäle nicht. So ist also in Vergessenheit geraten, welch bedeutende Rolle das Clavichord noch spielte bis zum Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Bach besaß eines dieser leicht zu transportierenden Übungsinstrumente, auch Mozart hatte eins: „Zauberflöte“ und „Titus“, auch noch sein Requiem soll er am Clavichord komponiert haben. Christopher Hogwood brachte im vorigen Jahr eine Platte heraus, auf der er einige selten gehörte Mozart-Stücke auf verschiedenen Clavichorden erklingen ließ. „The Secret Mozart“ hieß das Album: ein Stück Enthüllungsinterpretentum mithin. Geheim ist hier nichts, entgegnet nun Peter Waldner: Fast jedes Klavierstück Mozarts könne man auf dem verkannten Instrument gut zur Geltung bringen. Waldner tritt den Beweis an mit einer erstaunlichen CD: „Wolfgang Amadeus Mozart Sonaten und Variationen“ (Extraplatte 663, im Vertrieb von Sunny Moon) enthält die drei Sonaten KV 10, 311, 545 und die Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“. Wie Waldner in der a-Moll-Sonate die akkordische Begleitung des singenden Themas dynamisch in Bewegung hält, im D-Dur-Werk weit entfernte Klänge nebeneinanderstellt und das Rondo mit solchem Vorwitz gestaltet, dass die Töne nach einem zu schnappen scheinen, wie er aus manchen Basstönen mit beherztem Zugriff Schlagzeug-Statements macht und in der Moll-Variation von „Ah, vous dirai-je“ die Kantilene leidenschaftlich zum Vibrieren bringt – man muss es gehört haben. Wie dieser Spieler ins Instrument hineingreift, so schallt es auch heraus: Direktmusik vom Feinsten.

Michael Gassmann - Frankfurter Allgemeine Zeitung 

 

Wunderbare Klanglesung aus dem Orgel-Büchlein

Eine der bedeutendsten Musiksammlungen des christlichen Kulturkreises, J.S. Bachs Orgel-Büchlein, führt Peter Waldner heute in Innsbruck auf. Seine berührende CD-Aufnahme liegt bereits vor... Vor allem Waldners differenziertes, ausdrucksstarkes, präzises Orgelspiel unterstreicht die liturgische Bedeutung von Bachs Orgel-Büchlein. Waldner stellt mit einfühlsamen Phrasierungen verblüffte Fragen über die himmlischen Zeichen und göttlichen Erscheinungen, er gibt mit seinem klaren Spiel in leuchtenden und strahlenden Registrierungen herzhafte Antworten. Er versinkt in behutsamem Anschlag in Trauer, findet passende Trostworte, lässt hoffnungsfroh die lichteren Harmonien aufkeimen und mit leisem Jubel innere Freude fliessen. Waldner sinnt nach und gibt den kompositorischen Verläufen inhaltlichen Sinn. Man hört ein musikalisches Staunen vor dem Wunderbaren. Waldner berührt auch das Unerklärliche, er sorgt für Spannung, wenn er unaufgelöste Akkorde deutlich absetzt und in der Stille der Pausen wirken lässt. Stilistisch befindet sich der Südtiroler Organist auf der Höhe gewissenhafter Bach-Pflege, geschult auch am Wissen von Lehrern wie Gustav Leonhardt oder Kees van Houten. Man hat Vertrauen in Waldners Spiel und damit in die Botschaft der Musik. Waldner folgt der Tradition, gottesdienstliche Orgelverrichtungen mit Präludien und konzertanten Stücken anzureichern. Perlend fliesst der breite Strom von Bachs Musik in Waldners Spiel, verinnerlicht ist das Lyrische.

Rainer Lepuschitz - Tiroler Tageszeitung

 

Johann Sebastian Bach Orgelmusik

Peter Waldner versteht es bestens, die klanglichen Vorzüge des Instruments zur Geltung zu bringen sowie die heutigen Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis einzubringen. So zeichnet sich seine Einspielung des "OrgelBüchleins" durch plastisches, durchsichtiges, musikantisches Spiel aus. Ein ungetrübter Hörgenuss!

Walter Sengstschmidt - Die singende Kirche

 

Strenger Kontrapunkt gegen Originalität

Interpret Peter Waldner betont Gegensätze, indem er beispielsweise in den Toccaten leidenschaftlich zupackt, die Tempi variiert und den Hörer immer wieder mit Verspieltheit und Temperament überrrascht. Andererseits hält er in den Fugen straff am Metrum fest, achtet auf klare Konturen, als sei über den Übermut jäh die Vernunft hereingebrochen. Die barocke Ornamentik stellt da kein Hindernis dar, so spontan und leicht, wie sie erklingt. Anschaulich wird die Darbietung durch Waldners erklärende Worte vor den einzelnen Programmpunkten. Als Musikwissenschaftler interessieren ihn die Weke nicht nur von der praktischen Seite her. Im Verlangen nach Authentizität verlässt er sich beim Musizieren auf die handgeschriebenen Noten. Waldner zeigt die Lebensfreude unverblümt, im Gespür für Tempi, in der Flexibilität zwischen einem schlichten Menuett und einem galant-impulsiven Allegro con brio oder in der Ausnutzung der klanglichen Möglichkeiten auf dem mit zwei Manualen versehenen flämischen Cembalo. Unterstützt durch Waldners souveränen Vortrag, wird das Instrument unter anderem von der virtuosen Seite gezeigt.

Markus Jakob Laimer - Dolomiten

 

Grosse und intime Momente

Mit Musik von Byrd bis Händel huldigte die Konzertreihe "AbendMusic - Lebensmusik" der Musica Britannica... Das Ensemble "vita & anima", von Peter Waldner gegründet, demonstrierte, dass auch Tiroler Spezialisten für Alte Musik den internationalen Vergleich keineswegs zu scheuen brauchen. Wie wohl sich Waldner auf seiner Truhenorgel fühlte, zeigte er mit lachendem, Purzelbäume schlagendem Herzen an Solostücken von Henry Purcell...

Markus Hauser - Tiroler Tageszeitung

 

Kunstfertig schluchzend und flink zirpend

Peter Waldner, den unermüdlichen Missionar des Originaltons, kennt man seit langem, und immer wird das Vertrauen auf seine Kunstfertigkeit auf alten Tastomobilen belohnt. Verzierungskunst, Verführungskunst. Bruder Leichtsinn hält Hof. Wem so viel an Wissen und Können scheinbar spielerisch zu Diensten steht, hat es wohl leicht.Peter Waldner spielt Bachs Französische Suite in G-Dur BWV 816, schier endlos in sieben Sätzen, und doch voll Kurzweil. Die agogischen Freiheiten machen die Musik lebendig, die Verzierungen stehlen dem Metrum die Bedeutung, in der Gigue lacht das Cembalo.

Linde Dietz Lippisch - Dolomiten

 

Hineinhorchen in Marias Schmerzen

Fedele Fenarolis "Stabat mater" erklang im Rahmen der Konzertreihe "AbendMusic-Lebensmusik" erstmals in Innsbruck. Das "Piccolo Concerto Wien" unter der Leitung von Roberto Sensi, die Sängerinnen Emanuela Galli (Sopran), Britta Schwarz (Alt) und Peter Waldner an der Orgel zeigten höchstes Einfühlungsvermögen. Bewegende polyphone Strukturen auf Basis ausdrucksstarker, eng an der Textaussage orientierter Motive verlangten vokal wie instrumental alle Konzentration und intensive Auseinandersetzung. Beides war den Akteuren anzumerken. Inspiriert hingebungsvoll und mit fein geschärftem Klangbewusstsein ging man ans Werk. Dem dicht verwobenen Stimmengeflecht von Vokal- und Instrumentallinien rang man faszinierende Ausdrucksmomente ab. Die ungemein klangfarbliche Nähe der beiden Stimmen verdeutlichte, wie tief sie und die Instrumentalisten in das Werk hineingehorcht hatten.

Markus Hauser - Tiroler Tageszeitung

 

Ungeschönter Mozartklang

Peter Waldner spielt das Clavichord meisterhaft und erinnert auf seiner neuen CD (Wolfgang Amadeus Mozart Sonaten & Variationen) daran, wie Mozarts "Claviermusik" auf dem detailreichen Clavichord klingt, dessen mechanische Geräusche zum Klangbild gehören: lebhaft, wendig, auch rauh und witzig, sehr unmittelbar und sehr sprechend. "Mozarts Sonaten sind Psychogramme", sagt Waldner. "Ich möchte einen ungeschönten, ungewohnten Mozert zeigen."

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Mozart-Poesie im geschützten Raum

Mozart-Abend mit Brigitte Fassbaender & Peter Waldner

Wenn Peter Waldner auf dem nachgebauten Clavichord Variationen und Sonaten von Mozart spielt und Kammersängerin Brigitte Fassbaender den Briefwechsel der "Mozarts" aus der tragischen Pariser Zeit vorträgt, erleben wir das elende Gefühl der Trauer, weil das Fragen nach dem Tod eines geliebten Menschen in ein obsoletes Warum abgleitet und mit keinem Trost heimfindet. Der Tod seiner Mutter Anna Maria am 3. Juli 1778 in Paris war für Mozart ein Schockerlebnis... Das ewige Kind findet seinen geschützten Rahmen aber wieder als genialer Komponist, und den spielt Peter Waldner mit sublimer Differenziertheit, während Brigitte Fassbaender mit der klugen Dramaturgie der musikalischen Unterbrechung den Briefwechsel vorträgt. Ein Trosterlebnis von subtilem Einheitscharakter im Grenzbereich des Sinnlichen... Waldner kann mit wundervollen Schattierungen als herrliches Presto auf dem Clavichord die Hoffnung spielen.

C. F. Pichler - Dolomiten

 

Nachdrückliche Fürsprache für Buxtehude

Mit einem meisterlichen Kammerkonzert gedachte das Ensemble "vita & anima" des 300. Todestages von Dieterich Buxtehude. Peter Waldner am Cembalo versammelte dafür zwei namhafte Künstler Deutschlands um sich: den Geiger Daniel Sepec sowie die Gambistin Friederike Heumann. Waldner spielte gewohnt souverän den Generalbass und trumpfte im zentralen Orgelwerk auf. Obwohl Heumann eher getragen, Waldner fortschreitend und Sepec hingegen weiterfliessend musizierten, fanden doch alle drei durch die gleich grosse Spielfreude und übereinstimmende Intensität zu einem wunderbaren Zusammenspiel. Im Laufe des Abends wurden die Musiker immer freier, und so wurde der Abend zu einem fulminanten Plädoyer für diese faszinierend abwechslungsreiche Musik.

Armin Berger - Tiroler Tageszeitung

 

Musik für Kultur

Der Malser Künstler Peter Waldner freut sich immer wieder, wenn er in seinem Heimatort Mals vor heimischem Publikum auftritt. In seinem letzten Konzert erfüllte er die karolingische St. Benedikt-Kirche mit den wunderbaren Klängen Bachscher Musik auf dem Lautenclavier.

Sibille Tschenett - Gemeindeblatt Mals

 

Zauber der kleinen Orgel

Der junge Südtiroler Peter Waldner ist ein Meister seines Fachs und hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit historischen Instrumenten auseinandergesetzt. In Johann Pachelbels "Partita" sowie in Johann Caspar Ferdinand Fischers "Chaconne" und Suite "Thalia" (1738) bewies Peter Waldner, daß er imstande ist, auch auf einem kleinen Orgelwerk wie der Prozessionsorgel von Lajen aus dem Jahre 1721 große Musik zu interpretieren und dabei eine ganz eigene Atmosphäre zu verbreiten.

Ferruccio delle Cave - Dolomiten

 

Lebensmusiker im Sternenregen

Ob Innenschau oder Theatralik: Peter Waldner erweckt Tasteninstrumente. Der Tiroler verwandelt alle historischen Instrumente vom Regal, dem Clavichord und der Orgel bis hin zum Cembalo und zum Hammerklavier in gegenwärtige, so gar nicht verstaubte, Tonquellen. Auch die altehrwürdige Baldachin-Orgel auf der Churburg hat Waldner original und auf CD zu sprühendem Leben erweckt. Die Begabung des Tirolers spricht sich international herum. "Lebensmusic" steht als Motto und Programm des Musikers über einer CD mit Cembalowerken aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Aus vertrackten Tempowechseln lässt Waldner leuchtend und funkelnd die Oberstimme aus John Bulls "Walsingham" hervorsteigen, dissonante Reibungen in William Byrds "Fantasia" werden in Heiterkeit aufgelöst. In den Variationen über den Choral "Wie schön leucht´uns der Morgenstern" eines anonymen Komponisten taucht Waldner das Klanglicht in sanfte Brechungen, bis sich das repetierende Thema wie ein Sternenregen über dem Hörer ergiesst. Bis ihn Triller wie von Vögeln in Bernardo Storaces "Ciaccona" in die irdische Natur zurückholen. Auch die altehrwürdige Baldachin-Orgel auf der Churburg hat Waldner original und auf CD zu sprühendem Leben erweckt.

Rainer Lepuschitz - Tiroler Tageszeitung

 

Pasticciopreis Oktober 2004 - Peter Waldners Porträt der Rittener Orgeln

Der monatlich in Ö1 verliehene CD-Preis geht im Oktober an den Organisten und Cembalisten Peter Waldner. Der Südtiroler hat den sakralen Konzertsälen und Orgeln des Ritten, einer Gegend bei Bozen, ein zweiteiliges CD-Porträt gewidmet.

Der Ritten in Südtirol, eine Gegend bei Bozen, kann mit unzähligen Konzertsälen aufwarten - in den verschiedensten Größen und selbst an den entlegensten Orten der ländlichen Einschicht: denn über dreißig Kirchen und Kapellen der Region wurden im Lauf der Jahrhunderte mit Orgeln ausgestattet.

Seit der Brenner die Überquerung der Alpen ohne größeren Aufwand ermöglicht und so eine Verbindung zwischen Nord- und Südeuropa schuf, gewann der Ritten an Bedeutung. Schon um 1200 wurde dort eine Verpflegungsstation für Reisende eingerichtet, die später in eine Kommende, eine Niederlassung des Deutschen Ordens, umgewandelt wurde.

Acht Portraits:

Der Südtiroler Organist und Cembalist Peter Waldner hat acht der sakralen Konzertsäle am Ritten und ihren Orgeln nun ein zweiteiliges CD-Porträt gewidmet.

Waldner spezialisierte sich auf die Interpretation an historischen Instrumenten und studierte bei internationalen Größen der Originalklangpraxis wie u. a. Gustav Leonhardt (Amsterdam) oder William Christie (Paris).

Für die beiden aktuellen CDs "Orgellandschaft Ritten" I & II - erschienen auf dem kleinen Wiener Label "Extraplatte" - machte sich Peter Waldner auf die Suche nach den interessantesten Orgeln der Gegend und der geeigneten Literatur dazu.

Seine Idee war es, Musik aus der Entstehungszeit der Instrumente zu präsentieren, dabei aber auch unbekannten Stücken zu einer Öffentlichkeit zu verhelfen. Faszinierend zu hören ist - auch für ungeübte OrgelmusikhörerInnen -, über welch selbstständige Charaktere die einzelnen Orgeln verfügen. Das Material, die Technik und natürlich der spezifische Raum geben dem Klang der Instrumente ihre unverwechselbare Aura.

Waldner legte Wert darauf, unterschiedliche Orgelbaukulturen vorzustellen: so sind neben der Süddeutschen auch die Nordtiroler sowie eine zeitgenössische Orgelbauweise vertreten. Von dem Außerferner Ignaz Franz Wörle (1719-1778), der sich in Bozen niederließ, stammen die Instrumente in den Kirchen Maria Himmelfahrt in Oberbozen und St. Peter in Siffian. Der Südtiroler Franz Reinisch (1801-1888) gilt als Orgelbauer der Kirchen Maria Saal (Lengmoos), St. Verena in Rotwand (Lengstein) und St. Peter (Wangen).

In den ausführlichen CD-Booklets werden die verwendeten Orgeln auch im Detail vorgestellt, inklusive einer Auflistung der Disposition, also der verfügbaren Register. Die Geschichte der Orgeln verrät viel über die Geschichte von Land und Leuten; etwa, dass im Ersten Weltkrieg ein Großteil der metallenen Prospektpfeifen als kriegswichtiges Material abgegeben werden musste.

Peter Waldner setzte sich für diese beiden CDs intensiv mit den Rittener Orgeln, ihrer Geschichte und ihrem spezifischen Klang auseinander. Er fand die jeweils passende Musik, darunter allseits bekannte Stücke wie etwa Hans Leo Hasslers "Danzen und Springen", aber auch Neuentdeckungen von Komponisten abseits des Repertoires wie Franz Xaver Murschhauser oder Georg Böhm.

Mit seinen CDs regt der Organist an, ihn auf eine musikalische Reise durch weitgehend unbekanntes Terrain zu begleiten, kleinere und größere Orgeln kennen zu lernen - und sie vielleicht auch einmal besuchen, die unzähligen Konzertsäle am Ritten.

CD-Tipp:
"Orgellandschaft Ritten" I & II. Peter Waldner - Orgeln. Extraplatte, EX 592-2

Helmut Jasbar - Homepage ORF Wien

 

Der mit Händen und Füßen spielt

Wie funktioniert eine Orgel?

Vier "Doremifa" - Reporterinnen haben in Innsbruck einen Musiker an seinem Instrument, der Orgel, besucht.

Seit 20 Jahren ist Peter Waldner Organist der Landschaftlichen Pfarrkirche Mariahilf in Innsbruck. Er verriet unter anderem, wieso die Orgel Orgel heißt.

Das Festival "Klangspuren Schwaz", eines der größten Festivals zeitgenössischer Musik in Österreich, lädt Kinder regelmäßig zu musikalischen Entdeckungsreisen ein: "Klangspuren barfuß" heißt diese spezielle Veranstaltungsreihe.

Hier einige der Fragen, die Theresa (11), Isabell (11), Hanna (8) und Teresa (8) dem Organisten Peter Waldner gestellt haben:

Wieso heißt die Orgel Orgel?
Der Name kommt vom lateinischen Wort "organum", das heißt Werk. Die Orgel ist eine Art Werk, etwas sehr kunstvoll Gemachtes, aber auch die Werkstätte des Organisten, der Arbeitsplatz des Orgelspielers.

Wieso hat die Orgel zwei Stockwerke?
Du meinst die beiden Tastenreihen, die so aussehen wie beim Klavier? Das ist bei vielen Orgeln so. Es gibt Orgeln, die nur eine Tastenreihe haben. Diese da hat zwei. Es gibt aber auch Orgeln mit drei, vier oder sogar fünf Tastenreihen. Der Organist kann auf den verschiedenen Klaviaturen mit beiden Händen spielen.

Und wozu sind die vielen Metallröhren in der Orgel gut?
Die vielen Metallröhren einer Orgel nennt man Pfeifen. Die Orgel ist ja zugleich ein Blas- und ein Tasteninstrument! In der Pfeife entsteht der Ton. Eine Orgel hat deshalb so viele verschiedene Pfeifen, damit man viele verschiedene Töne - hohe, mittlere und tiefe - spielen und hören kann.

Warum sind da so Holzstäbe, wo man ziehen kann?
Diese Hebel sind die Registerzüge, so heißt das bei der Orgel. Wenn ich jetzt zum Beispiel die Orgel einschalten will, dann drücke ich auf einen Knopf: der Elektromotor startet. Ihr schaltet zuhause ja auch das Licht an, wenn es dunkel wird. Jetzt ist die Orgel eingeschaltet. Aber wenn ich jetzt auf der Klaviatur etwas spielen möchte, hört man noch keinen Ton. Um einen Ton zu bekommen, muss ich einen Registerzug herausziehen. Dann kann ich auf der Orgel schon Musik machen. So kann ich mir selber die Klangfarben zusammenmischen, die ich beim Spielen brauche.

Wieso hat die Orgel da unten so Holzdinger?
Die Orgel hat nicht nur zwei Manuale, auf denen man mit den Händen spielt, sondern auch ein Pedal, und das ist für die Füße. Der Organist spielt mit beiden Händen und beiden Füßen. Das, was Du gemeint hast, ist die Klaviatur für die Füße, das Pedal. Und genauso wie man oben mit den Händen spielt, spielt man unten mit den Füßen.

Wenn Du die Fußpedale drückst, wieso bewegen sich dann auch die Tasten?
Das ist so: wenn ich so einen Koppeltritt drücke (das ist einer dieser Hebel, die ich mit dem Fuß betätigen kann), dann gehen die Manualtasten einfach mit, wenn ich auf dem Pedal spiele, und es klingt auch die Klangfarbe mit, die ich oben registriert habe. Diese Orgel hier hat drei verschiedene Koppeln, die ich alle mit dem Fuß ein- und ausschalten kann. Wenn ich zum Beispiel die beiden Manuale zusammenkoppeln will, dann drücke ich diesen Tritt hier: jetzt gehen auch die Tasten am oberen Manual mit, wenn ich am unteren Manual spiele. Das sieht dann so aus, als ob da noch jemand mitspielt, den man gar nicht sieht.

Wofür ist das gut, dass das oben mitgeht?
So habe ich einfach viel mehr Klang zur Verfügung, mehr Ton, mehr Klangfarbe, mehr Volumen. Ich kann kräftiger spielen und viel farbiger registrieren.

Warum stehen Orgeln eigentlich in der Kirche?
Orgeln sind in Kirchen schon sehr lange in Verwendung. Die Orgel wird bei den Gottesdiensten, aber auch bei Konzerten gespielt. Das ist schon seit etwa 500 Jahren so. Es gibt aber auch andere Orgeln, die nicht in Kirchen stehen. Das sind oft kleinere Instrumente, die man transportieren kann, die sogenannten Orgelpositive. Aber es gibt auch riesige, grosse Orgeln in Konzertsälen, und manchmal findet man sogar eine Orgel im Kino; auf diesen Instrumenten wurde zu Stummfilmen Musik gemacht und improvisiert. Die meisten und die schönsten Orgeln sind aber in den Kirchen zu finden.

Renate Burtscher - Homepage ORF Wien

 

Eine Königin auf der Vinschger Churburg

Einer ist mit der "alten Dame" schon lange auf du und du: der Organist Peter Waldner, stammt er doch aus dem benachbarten Mals... Und nun zaubert Peter Waldner herrlich frische, prägnante Klänge aus den 41 Tasten der Baldachin-Orgel auf der Churburg.  Er stellt "live" vor, was die CD konserviert hat: Musik der Renaissance, sorgsam der Zeit und den Möglichkeiten des Instrumentes angepaßt. In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister, denn eine Fülle von Stilen und Formen macht den musikalischen Reichtum der Jahrzehnte um 1500 hörbar. Alles gerät atmend und beredt: Schätze Alter Musik, im Klang ihrer Epoche lebendig gemacht durch Kunst und Technik unserer Zeit.

Jutta Höpfel - Tiroler Tageszeitung

 

Triumphale Stille

Waldner gelang eine perfekte Übereinstimmung der akustischen Eigenschaften der Gumpp-Kiche mit den Möglichkeiten, die das volle Werk der herrlichen Pirchner-Orgel bietet. In Praeludium und Fuga BWV 564 war die Dynamik so ausgewogen, daß man vermeinte, das Klangereignis schwebe aus der Kuppel herab. Vor allem hervorzuheben ist Waldners rhythmisches Gespür, das eine brillante Technik bedingt. Waldner gestaltet auch die oft vertrackten Figurationen glasklar, daß jeder Ton nachvollziehbar ist, ohne jedes "Verschmieren", überwältigend.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Klang und Schweigen letzter Werke

Dann löste Peter Waldner am Cembalo das Versprechen ein, dass Bachs "Kunst der Fuge" durch ihr blosses Erklingen auch rein sinnlich erfahrbar sein kann. In einem tief konzentrierten Spiel verlieh Peter Waldner den affekthaltigen Teilen des Werks kontrastreiche Sinnlichkeit, so etwa dem 6. Kontrapunkt im französischen Stil. Noch beeindruckender war, wie Waldner trotz seiner Aufmerksamkeit für kleinste Details mit ruhigem Atem die Fugenlandschaft durchwanderte und dadurch den wuchtigen Gesamtbauplan von Bachs "Kunst der Fuge" zu Gehör und Bewußtsein brachte.

Andreas Pfeifer - Dolomiten

 

Musikalische Kleinodien

Wenn man im Ausland nach aktiven und kreativen Musikern aus Südtirol Ausschau hält, dann ist der Weg nicht weit zu Peter Waldner nach Innsbruck. Und wenn man einmal in die Welt des gebürtigen Malsers Einblick erhalten hat, dann weiss man: Es ist die Welt eines Vollblutmusikers. Sein Arbeitszimmer ist vollgestapelt mit Noten und Büchern, nicht nur zur Musik. Seit seinen Studien am Konservatorium und an der Universität der Stadt Innsbruck beschäftigt sich Peter Waldner mit historischer Aufführungspraxis. Vertieft hat er seine Ausbildung bei ersten Meistern ihres Faches, etwa Gustav Leonhardt in Amsterdam oder William Christie in Paris. Peter Waldner hat in den vergangenen Jahren mehrere CDs veröffentlicht, darunter wirkliche Kleinodien. Eine solche stellt die Einspielung von Werken aus dem 15. bis 17. Jahrhundert an der einzigartigen Baldachinorgel der Vinschgauer Churburg dar. Die spätmittelalterliche Klangwelt weiß der Musiker Waldner souverän und mit viel Einfühlungsvermögen und immer auf der Suche nach dem Historisch-Authentischen zum Leben zu erwecken.

Ewald Kontschieder - Rezensionen Distel-Vereinigung

 

Chororgel im Stift Stams

Peter Waldner hat für eine CD des ORF Tirol an der Chororgel von Stams deren Qualitäten aufmerksam ausgespielt, ihre überraschend große Farbpalette ausgenützt und ihre Position als eine der bedeutendsten historischen Orgeln Österreichs verdeutlicht. Peter Waldner erhält heute in Stams den Jakob-Stainer-Preis für Interpretation Alter Musik.

Rainer Lepuschitz - Tiroler Tageszeitung

 

Chororgel im Stift Stams 1757

Eine Einspielung, die keine Wünsche offenlässt!

Walter Sengstschmidt - Die singende Kirche


Der Morgenstern auf Zeitreise

Mit Metamorphosen des Weihnachtschorals "Wie schön leucht´uns der Morgenstern" führte Peter Waldner in der Innsbrucker Pfarrkirche Mariahilf durch 300 Jahre des Orgelchorals. Mehrfach eröffneten sich dabei - dank des überaus feinsinnigen und stets auf Durchhörbarkeit hin angelegten Orgelspiels von Peter Waldner - aparte musikalische Kontraste. Epochenübergreifende Zusammenhänge hörbar zu machen, gelang dem Organisten mit der zeitgenössischen Choralpartita von Bert Matter, in der er klangfarbliche Muster wirkungsvoll hervortreten ließ und die Strenge des tradierten Formenkanons in ein spannungsvolles Wechselspiel mit minimalistisch anmutenden Figuren brachte. Peter Waldner schöpfte bei seiner Reise durch die Musikgeschichte stilvoll das Klangpotential der Orgel mit wohldosierten Nuancen aus.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Jean-Sébastien Bach l´universel

Depuis toujours, Peter Waldner se passionne pour la recherche sur l´interprétation de la musique ancienne et s´intéresse vivement aux instruments historiques: "J´ai un grand amour pour les instruments historiques car au Tyrol nous avons une grande tradition de l´orgue ancien. Il y en a un certain nombre dans la région du Sud-Tyrol oú je suis né. J´ai pu jouer et enregistrer sur l´orgue de Churburg qui date de 1559. Il n´est pas facile á jouer mais c´est incroyable comme il est vivant! Ou encore, par exemple, sur l´orgue de l´abbaye de Stams qui date de 1757 et n´a jamais subli de modifications. De toute manière, c´est toujours á l´organiste de s´adapter á l´instrument." Peter Waldner et Bach l´universel: Musicologue passionné d´authenticité historique, le jeune organiste autrichien Peter Waldner, titulaire de la Mariahilf et professeur au conservatoire d´Innsbruck, est invité pour un unique récital Bach sur l´orgue Sévère de Saint-Paul de Rezé. Une autre révélation du Printemps des Arts et des Amis de l´orgue.

Edouard Reis Carona - Ouest-France

 

Grosses Konzert Tiroler Solisten

 Peter Waldner, ein junger Südtiroler, zeigte sein Können am Cembalo mit der Französischen Suite in Es-Dur BWV 815 von Johann Sebastian Bach.Bei Waldner, der eine profunde Ausbildung an Cembalo, Orgel und Klavier vorzuweisen hat, war vor allem die technische Perfektion, mit der er Bach spielte, zu bewundern.Sein ruhiges, von jeglicher Allüre freies Spiel wurde für den Hörer zu einem starken Erlebnis.

Claudia Schiffkorn - Tiroler Tageszeitung

 

Grosses Konzert Tiroler Solisten

 Phantasievoll ist auch die Cembalomusik Dieterich Buxtehudes mit ihrem Laufwerk und ihren fugierten Abschnitten.Der Cembalist Peter Waldner verstand es, jeden Überraschungsmoment auszukosten und die ihm angemessene Sinnhaftigkeit zu verleihen.

Thomas Nussbaumer - Tiroler Tageszeitung

 

Wenn der Vater mit dem Sohne... 

Musik von Johann Sebastian & Carl Philipp Emanuel Bach

Noch einmal vereinte Peter Waldner virtuose Passagen, spannungsgeladene Pausen und ausgezeichnete Registerwahl zu grossartiger Musik.

Thomas Zeiler - Tiroler Tageszeitung

 

Clavierfrüchte und Seelenduft

Peter Waldner widmete sich in der Pfarrkirche von Mariahilf nicht nur Kuhnaus "ClavierFrüchten", sondern auch den Orgel- und Clavichordfrüchten Bachs und einiger Zeitgenossen, die Bachs Werdegang nicht unwesentlich beeinflussten. Abgesehen von einer elegant vorgetragenen, in sanften Farben registrierten Ciaccona Dieterich Buxtehudes und der fugenlos verfugten Fuge BWV 578 Johann Sebastian Bachs an der Orgel spielte der junge Südtiroler mehr als eine Stunde am Clavichord, dem leisesten und sanftesten aller Tasteninstrumente. Waldners beseeltes und überzeugendes Spiel und die Art, wie er aus "ClavierFrüchten", die man schon um 1700 genossen hatte, frische Musik machte, rechtfertigten das Motto, unter dem das Konzert stand: "Vom Duft der Seele". Waldners Spiel ist faszinierend und originell. Ein lebhafter, fruchtbarer Beitrag zum Verständnis der Seele des Clavichords.

Thomas Nussbaumer - Tiroler Tageszeitung

 

Die Sinnlichkeit der Fuge

Fesselnde Aufführung von Bachs "Kunst der Fuge" mit Peter Waldner

Peter Waldner beschritt diesen Weg mit empfindsamer, beherrschter, aber nie romantisierender Leidenschaftlichkeit. Er verstand es, den langen Spannungsbogen bis zur abschliessenden Doppelfuge fesselnd nachzuzeichnen und zugleich eine Vielzahl motivischer Feinarbeit mit Gespür für das Originelle nachzuvollziehen. Zum ausserordentlichen Können des Gustav Leonhardt - Schülers kommen seine ausgesprochen solide handwerkliche Fertigkeit und seine rhythmische Festigkeit. Waldners Spiel blieb auch in den bewegten Passagen durch die Plastizität der Themeneinsätze transparent. Er entlockte dem Instrument ein differenziertes Klangspektrum und demonstrierte eindrucksvoll, dass die Qualitäten der "Kunst der Fuge" nicht nur im musikalisch-mathematischen Bereich, sondern auch auf der rein sinnlichen Ebene liegen.

Thomas Nussbaumer - Tiroler Tageszeitung

 

Heisse Rhythmen

Als werbenden Tänzer erlebte man den Südtiroler Pianisten Peter Waldner am Gröberschen Hammerflügel des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. Er gestaltete den ständig von einer ostinaten Bassfigur durchwerkten Fandango des frommen Padre Antonio Soler zu einer lebensechten, feurigen Liebeserklärung. Bereits zuvor hatte er ein wenig schwärmerisch und melodieverliebt bei Mozarts Rondo in a-moll in die Tasten des heller klingenden Walterschen Flügels gegriffen, wobei besonders seine feine Anschlagskultur auf dem Hammerklavier auffiel.

Thomas Nussbaumer - Tiroler Tageszeitung

 

Tastenreichtum

Dank Peter Waldners feinfühligem und gleichzeitig intensivem Spiel konnte man sich in die fast schon verklungene Welt des Clavichords versenken. Von Ton zu Ton kam mehr Klangvielfalt auf, irgendwann schwang ein vergangener Tanztrommel-Rhythmus mit.

Rainer Lepuschitz - Tiroler Tageszeitung

 

Orgelmeditationen

Der Südtiroler Organist Peter Waldner liess die ersten Variationen von Johann Sebastian Bachs Partita "Sey gegrüsset, Jesu gütig" in abgedämpften Klangfarben und kontemplativ im Hintergrund verklingen, steigerte die Dynamik unter gleichzeitiger Wahl stärkerer Registerfarben, bis der Choral wieder fest im Raum stand... Zu jedem der Bachschen Choralvorspiele liess sich Waldner etwas Besonderes einfallen, es entstanden stimmungsvolle und expressive Bilder.

Thomas Nussbaumer - Tiroler Tageszeitung

 

Gar nicht puritanisch

Her Majesty´s Virginalist Peter Waldner

In der Haller Burg Hasegg trug Peter Waldner eine lebfrische, ornamentverblümte Auswahl aus dem "Fitzwilliam Virginal Book" vor. Der Südtiroler Cembalist, Organist und Pianist avanciert selbst zu "Her Majesty´s Virginalist". Die vorgetragenen Stücke boten ihm viele Möglichkeiten, sein Können zu zeigen. So führt Byrd in "The Bells" alle Glocken Londons kunstvoll zusammen... Lapidar anmutende Tanzthemen werden mit Lauffiguren und Verzierungen umspielt und variiert. Es rasselt, rauscht und trillert unablässig. Waldner, mit rhythmischem Gefühl und Transparenz im Liniengewirr, macht dem Konzertmotto alle Ehre.

Thomas Nussbaumer - Tiroler Tageszeitung

 

Orgelkonzert im Brixner Dom

Peter Waldner spielt Werke des 18. und 19. Jahrhunderts

Der Konzertbesucher erlebte an diesem Abend nicht nur eine besonders ehrliche, weil nicht effektheischende Musik, sondern dank eines durchaus sorgfältig gestalteten Programms eine Lektion in Sachen Entwicklung der Orgelmusik im 18. und 19. Jahrhundert.

Barbara Fuchs - Dolomiten

 

Leise und leiseste Klänge

In eine Welt leiser und leisester Klänge führte das Clavichord-Konzert mit Peter Waldner in Landeck. Die Grundlage für den reizvollen Gesamteindruck des aussergewöhnlichen Konzerts bildeten die überaus bewegliche Fingertechnik Peter Waldners sowie sein im Studium und auf vielen Meisterkursen verfeinerter musikalischer Instinkt. "Musica dolorum medicina", diese Inschrift im seltenen Instrument, stand auch programmatisch für den gesamten Abend. Die Werke Johann Sebastian Bachs spielte Waldner mit Hingabe, technisch sicher und in der Differenzierung der Sätze das Publikum überzeugend.

Hans Pichler - Tiroler Tageszeitung

 

Ein "klingendes Einhorn"

Der Forscherdrang ist jenen Musikern eigen, die sich mit Alter Musik beschäftigen. Peter Waldner ist einer davon; er hat mit seiner CD-Einspielung von Johann Sebastian Bachs Werken für Lautenclavier für eine kleine Sensation gesorgt. Waldner ist bekannt für seine fundierte und seriöse Herangehensweise an Konzertprogramme und CD-Projekte. Zwischen den Zeilen zu lesen, die harmonischen Verbindungen zu entdecken, die richtige Spieltechnik zur Entfaltung der wahren Klangpracht anzuwenden, ist Aufgabe des Interpreten. Diesen Anforderungen wird Waldner mehr als gerecht.

Michael Fink - Dolomiten

 

Entschlacktes Orgelheiligtum

Organist Peter Waldner entschlackte das Heiligtum von allen romantischen Übersteigerungen und subjektiven Gefühlen, er stellte Bachs Passacaglia in c-moll BWV 582 in den musikgeschichtlichen Kontext. Also nichts von heilig, stattdessen steuernde Ratio und dezente Farbigkeit. Glanz und Grösse war dem Schluss vorbehalten. Bachs grossartige Toccata in C-Dur BWV 564 gelang dem geschickten Handwerker Waldner makellos, ebenso die interessant phrasierte und bis ins letzte Detail durchgearbeitete Fuge.

Isolde Dankelmaier - Tiroler Tageszeitung

 

Eine neue Klangwelt entdecken

Peter Waldner eröffnet mit seinem Spiel auf dem Clavichord ein völlig neues, faszinierendes Erleben von Mozarts Claviermusik. Er entführt gleichermassen auf höchst sensible wie virtuose Weise den Hörer in den authentischen Klang des 18. Jahrhunderts. Wie viele Zeugnisse belegen, forderte Mozart ein kantables Spiel. Das Clavichord ist für dieses Spiel wie kein anderes Instrument geeignet. Peter Waldner erfüllt diesen hohen Anspruch auf ideale Weise.

Linde Dietz Lippisch - Dolomiten

 

Bachs Lautenwerk auf CD

Waldners CD-Projekt gilt vor allem auch in Fachkreisen als herausragende Leistung.

Michael Fink - Der Vinschger

 

Bach und die Katharsis

Peter Waldner, Jahrgang 1966, ist ein smarter Bursche. Wenn er spricht, blitzen seine Augen. Und in der Konversation mit Nichttirolern transportiert er zudem dankenswerterweise lokalen Charme, ohne seine Zuhörer zu überfordern. Waldner, gefeierter Interpret auf Orgel und Cembalo, hat sehr viel zu erzählen... Im Brennpunkt seiner Leidenschaften, so bekennt der Musiker freimütig, stehen historische Tasteninstrumente, allen voran Orgel und Cembalo. Eine von Waldners interessantesten CD-Einspielungen sind die Bach´schen "Goldberg-Variationen", aufgenommen im Berliner Instrumentenmuseum, gespielt auf einem einzigartigen Cembalo, das Gottfried Silbermann, einem guten Bekannten von Bach, zugeschrieben und auf 1740 datiert wird. Das Ergebnis ist berauschend und entfaltet bei nahezu jedem erneuten Hören eine neue Facette.

Stefan Geszti - SIMs Kultur

 

Es ist wichtig, das Eigene zu finden

Peter Waldner zählt heute zu den renommiertesten Spezialisten im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Ohne Bescheidenheit: europaweit. Nach dem Grund befragt, warum sich Menschen des 21. Jahrhunderts mit Musik aus längst vergangenen Zeiten beschäftigen, warum dieser "Boom" der Alten Musik, antwortet Waldner: "Die künstlerische und handwerkliche Qualität damals war enorm, ebenso unglaublich faszinierend ist das Menschen-, Lebens- und Weltbild, das dahintersteckt." Angesteckt von dieser Faszination, beschäftigt sich Waldner nunmehr seit Jahrzehnten intensiv mit den musikalischen Meisterwerken des Barock... Rückblickend bezeichnet Waldner seine Lehrjahre im Ausland als wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit und als ein Hinausschauen über den eigenen Tellerrand. Viele Impulse hat er erhalten, aber "das Wichtigste, das ich gelernt habe, war, dass man als Musiker das Ureigenste selber entwickeln muss." Diesen Ratschlag von Gustav Leonhardt befolgt Waldner heute noch und gibt ihn auch seinen Schülern weiter: es ist wichtig, das Eigene zu entwickeln und nicht in eine "Art des Kopierens" zu verfallen.

Michael Fink - Dolomiten

 

Entspannte Klagelieder

"vita & anima" mit Francois Couperins "Lecons de Ténèbres"

Ulrike Hofbauer und Raphaele Kennedy musizierten diese sinnenfreudige Klang-Kunst mit Johanna Valencia an der Gambe und Peter Waldner am neuen Orgelpositiv der Kirche... Im Orgel-Solo-Stück von Louis Marchand spielte Waldner genauso gewohnt souverän, wie er begleitete.

Armin Berger - Tiroler Tageszeitung

 

Geniale Verwicklungen

Peter Waldner meisterte Johann Sebastian Bach komplexestes und rätselhaftestes Werk, die "Kunst der Fuge", am Cembalo

Peter Waldner gelang es, kompetent das, was vom Hörer nicht bewusst wahrgenommen werden kann, durch die Gestaltung musikalischer Parameter hörbar zu machen und zu kompensieren. Es gelang ihm auf der Basis seines hervorragenden spieltechnischen Könnens und Einfühlungsvermögens, dem Zuhörer primär nicht schulmässig belehrend gegenüberzutreten, sondern Lust am Hören zu vermitteln.

Rainer Gstrein - Tiroler Tageszeitung

 

Ein ewig relevanter Baum

Peter Waldner ist seit Jahren ein profunder Bach-Interpret... Was sagt uns Bach in der heutigen Zeit? Eine ganze Menge, vielleicht mehr denn je. Wie unerforschbar tiefgründig sein Werk aber ist, können nur Musiker wie Peter Waldner bekunden, die sich auf das Intensivste mit dem Altmeister der Klaviermusik auseinandersetzen.

Helga Vill - Haller Lokalanzeiger

 

Kurzweilige Miniaturen

Peter Waldner spielte Cembalomusik des französischen Barock

Waldner stellte die zum Teil sehr humorvollen Szenen abwechslungsreich dar. Er machte die polyphonen Linien in ruhigem Fluss der Musik deutlich. Reich an plastischer Klangfülle und mit überraschend viel dynamischen Unterschieden und klanglichen Effekten sorgte er für Kurzweile.

Armin Berger - Tiroler Tageszeitung

 

Er brachte das Cembalo zum Singen

Im Rahmen des dreitägigen Bach-Festivals der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik spielte Peter Waldner auf dem Cembalo Bachs "Goldberg-Variationen" im Riesensaal der Hofburg. Er stellte zwei grundlegende musikalische Aspekte für seine Interpretation in den Vordergrund: die Kantabilität des Spiels und die Deutlichkeit der Stimmführung. Beides setzte er mit Nachdruck um, bot exzellent verfeinertes Linienspiel, das hinsichtlich der Transparenz der kanonischen Partien keinerlei Wünsche offen liess. Die melodische Polyphonie der langsamen Sätze breitete er mit hochmusikalischem Feingespür aus, brachte das Cembalo zum Singen, indem er mit wohldosierter Freiheit dem Klang Zeit zur Entfaltung einräumte. Den etüdenhaften Sätzen begegnete er mit Virtuosität und Spielwitz, überzog humorvoll Tempi in Passagen, um danach agogisch zu verzögern. Stets blieb der Interpret dabei souverän im Rahmen, stand über den Dingen. Bewundernswert die energisch disziplinierte und gleichzeitig überschäumende Spielweise, die Unabhängigkeit der Hände, mit denen er auf beiden Manualen brillant agierte, und die markante Schärfe, die er den fugierten Sätzen angedeihen liess.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Licht und Farbe

Auf seiner neuen CD spielt Waldner Bachs "Goldberg-Variationen" mit grosser Sensibilität am Silbermann-Cembalo. Er taucht ganz ein in diesen wunderbar klaren und kräftigen, einzelne Stimmlagen farbig deutlich absetzenden Silberklang: ein beredtes, kristallklares Musizieren voll Spannung, Licht und Farbe.

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Was Bach von den Kollegen hielt

Peter Waldner über Bach und die italienische Musik

Organist und Cembalist Peter Waldner gelang ein stimmiger Nachvollzug jener musikalischen Reisen, die Bach etwa zu Antonio Vivaldi führten. Transparenz in der Stimmführung, brillantes Spiel, phantasievolles Durchmessen der polyphon konzipierten Abschnitte war gefordert, und Waldner trug es überzeugend sicher vor. Mit nicht weniger Tiefenschärfe stattete er seine Interpretationen der Bachschen Transkriptionen von Werken Benedetto Marcellos und Tomaso Albinonis aus. Waldner zeigte sich temperamentvoll mit viel Lust zum motorischen Zugriff in den kompakten "vollgriffigen" Passagen und nicht weniger beeindruckend in den gesanglichen Läufen voller Ausdruck und Gefühlsgehalt.

Markus Hauser - Tiroler Tageszeitung

 

Mit blutvollem Temperament

Peter Waldner musizierte Johann Sebastian Bachs Fantasia über "Valet will ich dir geben" mit graduell abgestuftem Kolorit kantabel und homogen. In Bachs "Toccata, Adagio & Fuga" in C-Dur entfaltete er virtuos das von Manual zu Pedal wandernde Figurenwerk, bot klanglich ausgefeilten Ziergesang im langsamen Teil und bändigte die lebhaft sich gebärdende Fuge in einer subtil formulierten klanglichen Reminiszenz.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Ausserordentliche Leistungen junger Tiroler Künstler sollen mehr gewürdigt werden

1995 hat Peter Waldner Bachs gesamtes "Wohltemperiertes Clavier" im Haller Stadtsaal gespielt: einmal zweieinhalb, das zweite Mal fast drei Stunden Musik. Er hat diese riesigen Zusammenfassungen der Klaviermusik Bachs an zwei Abenden dargestellt. Eine kaum vorstellbare Konzentration psychischer, physischer und geistiger Kraft, vorzeigbar in jedem Musikzentrum der Welt! Peter Waldner hat die ganze Fülle der kosmischen Ordnung dieser Musik und die ganze Vielfalt der Bachschen Klangrede für ein grosses Publikum (!) reflektiert. Der Weg durch alle Tonarten war ein Abenteuer, gewagt mit dem vollen Risiko eines jungen Menschen, der zu Grossem berufen ist. Geistig Schaffende brauchen am Beginn ihrer Karriere öffentliche Anerkennung und Zuwendung. Junge Tiroler, die von Innsbruck, der "Weltstadt der Alten Musik", aus Leistungen in eine grössere Welt vermitteln wollen, brauchen Rezensionen wie das tägliche Brot. Mein Lorbeerkranz geht an Peter Waldner mit Respekt.

Dr. Othmar Costa - Tiroler Tageszeitung

 

Triumph und Schlichtheit

Peter Waldner spielte in Mariahilf Bachs "OrgelBüchlein"

Waldners durchwegs von grosser Disziplin und sensibler Bedachtnahme getragene Interpretation lässt auf eine intensive und gewiss auch verinnerlichte Auseinandersetzung mit Bachs "OrgelBüchlein" schliessen. Ob in den prunkvoll triumphierenden Chorälen oder den eher schlichten, kontemplativen und lyrischen Vorspielen: immer zeichnet sich sein Spiel durch hohe Ausdruckskraft und Anschaulichkeit aus, wobei der spannungsvolle Kontrast der führenden Sopranmelodie im Kontext figurierender Gegenstimmen mit bemerkenswerter Klarheit und spieltechnischer Sorgfalt verwirklicht wird. Eine auch auf die satztechnische Architektur fein abgestimmte Auswahl exquisiter Register ergibt ein abgerundetes, wohlgeordnetes und in sich stimmiges Klangbild, in dem auch der hintergründige Symbolgehalt erfahrbar bleibt.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Zur Ehre Gottes und zur Recreation des Gemüths

Peter Waldner spielt Bachs "Französische Suiten" in Hall

Auffallend war an Waldners Spiels der einheitliche und gleichmässige Stil. Dies bedeutet nicht, dass ein Stück wie das andere klang. Nur vermochte der Interpret mit einer solchen Gleichmässigkeit zu musizieren, dass die einzelnen Suiten, aber auch ihre Abfolge, als Einheit hervortraten. Peter Waldner bereitet sich auf jede Aufführung minutiös vor. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Werke Bachs nicht nur spielen zu können, sondern sie auch zu verstehen, sie zu durchdringen, bevor er sie aufführt. Das kann Monate an Vorbereitung beanspruchen. Dementsprechend niveauvoll ist der Vortrag. Auch im Detail der einzelnen Suiten vermochte Waldner zu faszinieren. Frappierend die Tempowahl der einzelnen Sätze, die grosses technisches Können erfordert. Zurück blieb der Eindruck, nicht einen Abend mit Peter Waldner, sondern mit Johann Sebastian Bach verbracht zu haben.

Helga Vill - Haller Lokalanzeiger

 

Das Cembalo als Orchester

Peter Waldner spielte am Cembalo im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg Werke aus verschiedenen Schaffensperioden Johann Sebastian Bachs. Er brachte die affekthafte Tonsprache, die zwischen musikalischem Übermut und tiefempfundener Klage wechselt, in wohldosierter Manier zum Erklingen, empfindsam ausgefeilt die ariosen langsamen Abschnitte. Scheinbar mühelos gelingt es ihm auch, in den schwierigeren Passagen Motive nachdrücklich zu betonen. Bei all dem überschreitet er nie die Grenze hin zur Übertreibung, sondern stellt die effektvollen, tonmalerischen Episoden in den Dienst einer kontrastreichen, farbigen Interpretation. Natürlich entfaltet er mitunter auf dem Kielflügel auch einmal ein virtuoses Rauschen, im nächsten Moment aber nimmt er es wieder nuanciert zurück und widmet sich mit "claviristischer" Sorgfalt den ornamentreichen Zutaten der Tanzsätze, deren sprühendes Laufwerk und rhythmisch federnde Passagen er mit überlegener Spielfertigkeit aus der Klaviatur zaubert. Kantabel und edel lässt er das Cembalo singen. Mustergültig realisiert er durch wohlabgestimmte Wechsel zwischen erster und zweiter Klaviatur eine konzertante Dynamik, führt er einen feinsinnigen Dialog zwischen Tutti und Solo eines freilich nur virtuellen Orchesters.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Verklärte Visionen vom Lebensabschied

Der Cembalist und Organist Peter Waldner unterzog sich der schwierigen Aufgabe, Bachs "Kunst der Fuge" in einem Block vorzustellen. Dem Künstler gelang es, der Intensität des Ausdrucks Form und Körper zu verleihen, wobei er in abgewogener Folge die höchst kunstvolle Konstruktion des Bachschen Tonsatzes in seinem dichten Geflecht von Melodie, Chromatik und Synkopen überzeugend herauszuspielen wusste. Waldner beschränkte sich nicht nur auf die klare Stimmführung, sondern gab zugleich die durch die Struktur typisierten Empfindungsgehalte wieder und wurde sowohl dem Affekt dieser Musik als auch deren künstlerischer Aussage gerecht.

Ferruccio delle Cave - Dolomiten

 

Tränen, Leid und stumme Schreie

Peter Waldner entlockte dem Virginal John Dowlands melancholische "Pavana lacrimae", Peter Philipps´ "Pavana & Gagliarda dolorosa" und eine intavolierte Motette von Alessandro Striggio: vierhundertjährige, delikate Figurationskunst mit der dezenten Expressivität sensibler Verinnerlichung.

Jutta Höpfel - Tiroler Tageszeitung

 

Das innere Wesen von Bachs Klangrede

Waldners geschlossener und stimmiger Vortrag der Bachschen Fantasien war geprägt von ruhigen Tempi und klar gezeichneten melodischen Linien, eine verinnerlichte Schau bar aller Effekte, eine auf das Wesen der Klangrede reduzierte Interpretation.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Präzision und hohe Musikalität

Die Ensembles "Prihsna" und "La Venexiana" standen unter der Leitung von Peter Waldner, der auch das Continuospiel an der Orgel besorgte. Mit grosser Präzision und hoher Musikalität wurde hier gestaltet. Begeisterter Applaus.

Barbara Fuchs - Dolomiten

 

David und Goliath in Sonatenform

Tiroler Erstaufführung von Johann Kuhnaus "Biblischen Historien in sechs Sonaten"

Die Sonaten, laut Originaldruck "auff dem Claviere zu spielen", trug Waldner teils auf der Orgel, teils am Clavichord und am Cembalo vor. Einmal mehr zeigte er dabei auf, dass er zu den versiertesten jungen Organisten und Cembalisten von heute zählt. Sein Spiel zeugt von erstaunlicher Virtuosität und grossem Einfühlungsvermögen vor allem in Affekte, die in der Musik dieser Zeit eine so grosse Rolle spielen.

Rainer Gstrein - Tiroler Tageszeitung

 

Ein wohltemperiertes Temperament

Fast wie zu Bachs Zeiten: Bei Kerzenlicht spielte Peter Waldner den ersten Band des "Wohltemperierten Claviers". Dieses Tastenkompendium der menschlichen Gefühle erschliesst sich erst bei entsprechender Ausdrucksstärke, von der Peter Waldner genügend ausspielte. Im stilvollen Umfeld zog Waldner die Zuhörer mit 150 Minuten Musik in den Bann. Spielfreudig stürzt er sich in die heiteren, munteren Präludien, lange besinnt er sich vor den leidvollen Stücken, um sie dann um so inniger vorzutragen. Waldner scheut auch Verzögerungen oder Beschleunigungen nicht, um besondere Emotionen zu betonen, er hält auch sein Temperament nicht zurück, wenn sich die wohltemperierten Töne zu Ausbrüchen des Frohsinns oder der Verzweiflung verdichten. Dabei aber immer gut dosiert in der Dynamik, transparent im Klang und exakt in der Artikulation: Peter Waldner - ein wohltemperiertes Temperament.

Rainer Lepuschitz - Tiroler Tageszeitung

 

Musikalische Meditationen über Freude und Trauer

Mit Böhms und Pachelbels Orgelpartiten über "Freu dich sehr, o meine Seele" führte Waldner eine beeindruckende Reichhaltigkeit von Registerkombinationen vor. Souverän entfaltete er in wechselnden Klangspektren die in verschiedenen Lagen präzise exponierten, mitunter reich kolorierten Choralzeilen. Bachs "Piece d´orgue" brachte er mit fulminanter Eindringlichkeit zu Gehör.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Neu auf dem Plattentisch:

Baldachin-Orgel Churburg 1559

Peter Waldner ist auf Spurensuche nach den Geheimnissen dieser einmaligen Orgel gegangen. Waldner, ein Experte in der Erforschung historischer Instrumente und ein vielfach preisgekrönter Organist und Cembalist, dokumentiert auf einer neuen ORF-CD eindrucksvoll die Klangwelt dieses aussergewöhnlichen Instruments.

Barbara Fuchs - Dolomiten

 

Baldachin-Orgel Churburg 1559

Eine wirklich grossartige Platte, die eine echte Bereicherung in der Sammlung des Musikliebhabers darstellt und auf die nicht nachdrücklich genug verwiesen werden kann!

Walter Sengstschmidt - Die singende Kirche


Schön leuchteten die Klänge

Benefizkonzert für rumänische Straßenkinder

Stimmungsvoll eröffnete Waldner dieses Weihnachtskonzert mit Bert Matters Partita über "Wie schön leuchtet der Morgenstern", in der er das bekannte Thema mit exquisiten Registerkombinationen in originellen Klangfarbenvarianten erblühen liess.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Bach im Dialog

Peter Waldner liess die pulsierend intonierten Stimmen und Gegenstimmen der klangprächtig vorgetragenen Orgelwerke Johann Sebastian Bachs in kontrastreichen und farbigen Registrierungen erklingen.

Günter Mössmer - Tiroler Tageszeitung

 

Musikantisch virtuos und elegant

Kleine Lehrstunde in Instrumentenkunde: Peter Waldner am Lautenclavier

Der Organist und Spezialist für historische Tasteninstrumente Peter Waldner vermittelte dem Publikum einen stimmungsvollen Eindruck von der Eleganz und dem klanglichen Reiz dieses Instruments. Dank Waldners differenzierter Charakterisierung der kontrastreichen Sätze wurden vor allem die vorgetragenen Suiten zum besonderen Erlebnis. Vor allem die schnellen Sätze gestaltete er mit musikantischer Virtuosität. Phrasenenden beeindruckten durch das Klangvolumen des Bassregisters. Das Publikum zeigte sich begeistert und spendete reichlich Applaus.

Barbara Fuchs - Dolomiten

 

Organist Waldner geeft onverwachte inzichten

Gelukkig wist Waldner zich binnen de grenzen van het betamelijke te houden. Hij kreeg van mij tenminste steeds meer wardering. Nog weer eens ´n interpreet die een andere kijk op Bach heeft, die voortreffelijk uitdraagt en daarme adepten wint, zij het mogelijk soms pas bij nader inzien.

Frans Klomp - Brabants Dagblad Nederlands

 

Ein Meister der Innigkeit

Mit der Harfenistin Elisabeth Zeller, Peter Waldner am Cembalo und Dorian Keilhack am Klavier hatte Stefan Blunier in Frank Martins "Petite Symphonie Concertante" sich erstklassig integrierende Solisten.

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Virtuose Tastenduette voll Geist und Gemüt

Das ist, an zwei Klavieren, eine Redseligkeit und ein Singen, ein Miteinander, Gegeneinander und Verschränken, ein Zuhören und Einwerfen, Zurufen und Andeuten, Antworten und Schweigen, ein Aufeinanderzukommen und Auseinandergehen!

Peter Waldner hatte drei "Lieder ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy wahrhaft bewegend gespielt, bevor sich die Partner in Mendelssohns Duett op. 92 zu lyrischer Anmut und energischer Virtuosität fanden.

Ursula Strohal - Tiroler Tageszeitung

 

Die Register des Lebens

Peter Waldner ist ein begnadeter Organist und Cembalist - ein Musiker aus Passion und von Beruf. Der Mann ist so vielbeschäftigt und gefragt wie talentiert.

Veronika Smekal - Die Tirolerin

 

Canzona

There is life up there.

Above the kapellmeister´s head, the organ pipes gleam arrayed like ranks of armed cherubim.

Between silver sides I get glimpses of wooden machinery the colour of cinnamon and, at times, a flutter so tiny, tiny.

Below, in a pool of lamplight, the Austrian plays away, coaxing spills of molten gold from under the baroque canopy to climb up, up to fill the dome in the finale.

And standing up to applause, he points to the organ like musicians do for one another.

For one another.

He knows too: there is life up there.

Chiara Prezzavento - Pozzetto, entstanden nach einem Orgelkonzert von Peter Waldner am 8. Dezember 2007 in Governolo (I)

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